Freilichttheater begeistert Publikum

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Anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums der DSS wurde am 29. / 30. Mai 2015 das erste Freilichttheater auf Hof Oberkirch aufgeführt. Gegen 1000 Zuschauer besuchten die Aufführungen am Freitag und Samstag.

Theater haben auf Hof Oberkirch Tradition. Seit Wochen wurde auf den grossen Auftritt hingearbeitet: Schüler- & Lehrerschaft, Eltern und viele freiwillige Helfer stellten Requisiten her, nähten Kostüme, malten Kulissen, studierten Szenen ein. Das Drehbuch für dieses Theaterstück wurde eigens von einer ehemaligen Schülerin verfasst. Die gesamte 70-köpfige Schülerschaft war an diesem Projekt beteiligt.

Aufgeführt wurde die Geschichte von Gladys Aylward, einer mutigen Frau, die ohne jegliche Qualifikationen und nur Gottes Ruf folgend mehr für China getan haben soll als irgendeine andere ausländische Person. Während des chinesisch-japanischen Krieges rettete sie viele Waisenkinder vor dem Tod.

Nach der Ansprache des Kaltbrunner Gemeindepräsidenten, Herr Markus Schwizer, und des Schulratspräsidenten, Herr Walter Mannhart, wurde die Bühne freigegeben. Abwechslungsreiche und belebte Szenen fesselten das Publikum von Beginn an. Die Hauptdarstellerin Gladys spielte ihre Rolle ausgezeichnet. Spätestens nachdem die ganze Schauspielerschar, als Händler und Chinesen verkleidet, die Marktszene Yangchengs darstellte, waren die Zuschauer in China angekommen. Fünf echte Esel, vier Hühner sowie ein quiekendes Schwein waren zusätzliche Highlights und spielten ihre Rolle ebenfalls perfekt. Während des Bombenangriffs der Japaner kam das schauspielerische Talent der Schülerinnen und Schüler besonders zum Ausdruck.

Die Botschaft dieses Theaters hätte klarer nicht sein können: Gibt sich ein Mensch in aller Einfachheit Gott ganz hin, kann Gott mit diesem Menschen Unmögliches möglich machen. Gladys Motto lautete: Ich bin für den Gehorsam verantwortlich, Gott für die Folgen. Die Geschichte dieser selbstlosen Frau beeindruckte und es blieb wohl kein Zuschauer unberührt. Mit einem Riesenapplaus wurde die hervorragende Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler wie auch aller Mithelfender gebührend gewürdigt.

 

Schüleraufsatz:

Theaterspielen macht Spass

Zum zwanzigsten Jubiläum unserer DSS Schule planten wir, ein Freilichttheater und zwar die Geschichte von Gladys Aylward aufzuführen. Man teilte mir verschiedene Rollen zu. Die erste war eine Frau des Mandarins, die anderen beiden waren Kinderrollen. Ich freute mich, in drei verschiedene Rollen schlüpfen zu dürfen.

In der ersten Rolle spielte ich eine Frau des Mandarins und trat in zwei Szenen auf. Ich wurde in ein türkis-blaues nobles Gewand verkleidet. Auch wurde ich „chinesisch“ geschminkt. Mein Haar verwandelte sich in pechschwarze Farbe und war schulterlang, auch hatte ich plötzlich Franseln. Besonders an dieser Rolle war, dass ich mit sehr kleinen Schrittchen gehen musste. Dies sollte darstellen, dass chinesische Frauen eingebundene Füsse hatten. Zu sechst täppelten wir dem ehrfürchtigen Mandarin nach.

Ganz anders sollte ich als Bergdorfkind spielen. Mit vielen anderen Kindern wanderte ich über Berge und Hügel. Dabei sollten wir den Zuschauern zeigen, wie müde und erschöpft diese Reise uns machte. Das eindrücklichste dieser Szene war der Bombenangriff. Mit viel Übung schafften wir es möglichst echt Furcht und Angst auszudrücken. Ich warf mich nach dem ersten Schuss auf den Boden und versuchte mich gut zu verstecken. Wir Bergdorfkinder bekamen einfache Tunikas mit Pumphosen. Den meisten wie auch mir, wurden die Haare in Zöpfe geflochten. Als arme Kinder hatten wir auch keine Schuhe.

In der dritten Rolle spielte ich ein Flüchtlingskind. Das besondere war, dass ich auch sprechen durfte, sogar mit Ai-weh-deh, und auch ein Gebet. Meine Kleidung war dieselbe wie beim Bergdorfkind.

Das Einüben und Proben hat mir sehr gefallen. Dass wir ein Theaterstück im Freien aufführen konnten, war besonders schön. Ich freue mich schon aufs nächste Theater…

Caroline, 6. Klasse

 

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Kommentare

Kommentar von Johannes Mittag |

Herzliche Gratulation zu diesen einmalig schönen und in jeder Hinsicht gelungenen Aufführungen.
Ich habe ja einen Vergleich zum professionellen Theater der “Die Boten, die Bühne”, dessen professionelle Darbietungen über christliche Themen höchstes Nivea haben.
Vergleicht man da, was an diesem "Schultheater" (dieser Name ist fast abwertend) geboten und zustandegebracht wurde, ist das absolut verblüffend und begeisternd: Absolut oberstes Niveau von Amateurtheater und das noch mit Kinder und Jugendlichen!

Auf jeden Fall bin ich gespannt auf die DVD / CD, die ja extra noch separat aufgenommen wurde und daher ein sehr interessanter Film werden dürfte. So hoffe ich, dass die erste Auflage nicht zu schnell vergriffen ist, damit ich allenfalls nachbestellen kann....

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